Holz und Kleber halten, Stahl fließt - so könnte man die Ergebnisse einer seit 2001 andauernden Forschungsreihe im Holzbau auf den Punkt bringen.
Gröber und Bahmer präsentieren Eckausbildung mit Holzstahl-Klebeverbindung (v. li.) © DI (FH) Cornelia Schneider
Bei der Version für Wand- und Deckenelemente werden Schubbleche in die Ständerkonstruktion eingeklebt. Mit dieser Mischung aus Massivbau und traditionellem Holzrahmenbau wird von Gröber bereits ein Wohnhaus mit sechs Wohneinheiten in der Schweiz sowie ein größeres Projekt in Baden-Württemberg realisiert. In den kommenden drei Monaten rechnet Gröber mit der Zusage für weitere Bauten.
Mit diesem innovativen Produkt, für das die Füramooser im Umkreis von 150 km Lizenznehmer sind, will Gröber heuer einen Umsatzanteil von 10% erzielen.
Auch bei Sanierungen von bestehenden Holzbalken-Decken kann das System eingesetzt werden - wie bei einem Projekt in Augsburg/DE gezeigt wurde. Stahlbau im Holzbau. „HSK-Schubverbinder ermöglichen 15 bis 20% kleinere Holzquerschnitte als bei herkömmlichen, keilgezinkten Rahmenecken nötig sind”, erläuterte TiComTec-Geschäftsführer DI (FH) Rainer Bahmer. Ein weiterer Vorteil ist der Transport der zweigeteilten Träger. Derzeit werden Zulassungen im Einzelfall erteilt, in anderthalb Jahren rechnet Bahmer mit der bauaufsichtlichen Zulassung.
Stirnverbindungen macht ein eingeklebter HSK-Rohrverbinder möglich. Mit der gerippten Hülse wird die maximale Zugkraft axial ins Holz übertragen.
Holz-Fußball. Als erstes Projekt wurde von Haas, Falkenberg/DE, ein Fußball mit einem Durchmesser von 25 m mit HSK-Rohrverbindern hergestellt. „Damit wollen wir die unbegrenzten Einsatzmöglichkeiten von Holz demonstrieren”, freut sich Haas-Geschäftsführer Xaver Haas. Nach der Fußball-WM in Deutschland geht der Ball auf die Reise zur EM 2008 nach Österreich.
In Falkenberg wird derzeit eine knapp 10.000 m²-große Halle errichtet. Darin werden in einigen Wochen gerade Standardquerschnitte von BSH sowie Duo-/Trio-Balken auf Lager gehalten und bei Bedarf kommissioniert. Die bestehenden Produktionsräume stehen dann komplett für den Projektbau zur Verfügung. Um die Logistik noch effizienter zu gestalten, wurde in Falkenberg zudem eine neue Brückenwaage installiert.
Bis zu 30 cm starke Deckenelementen können durch eine neue Hobel-Anlage mit Profilmaßbreiten bis 80 cm hergestellt werden.Stabile Produktion trotz Rohstoff-Verknappung. Das neue Haas-Nadelholz-Sägewerk in Chanovice/CZ ist für die Duo- und Balkenproduktion von Vorteil, muss derzeit aber mit wenig Holz auskommen. Trotzdem kann eine stabile Produktion von bis zu 7000 m² Dreischicht-Platten pro Tag erreicht werden. Einschicht-Platten finden einen guten Absatz - auch im Holzbau. Sowohl in Tschechien als auch in Ruhpolding/DE wird die Platten-Herstellung weiter gesteigert.
In zwei Monaten startet in Chanovice die Produktion von 40.000 t/J Pellets, wovon die Hälfte eingesackt werden soll. Zudem ist eine Brikettanlage für 20.000 t/J geplant. Beide Produkte sollen über den Fachhandel vertrieben werden.
Am Laubholz-Standort Durdevac/HR ist der Bau von 30 Trockenkammern abgeschlossen, zehn zusätzliche werden derzeit errichtet. Auch eine neue Produktionshalle ist im Bau. Die Herstellung von Einschichtplatten läuft stabil. Ab August startet man mit dreischichtigem Boden.
In Falkenberg wird derzeit eine knapp 10.000 m²-große Halle errichtet. Darin werden in einigen Wochen gerade Standardquerschnitte von BSH sowie Duo-/Trio-Balken auf Lager gehalten und bei Bedarf kommissioniert. Die bestehenden Produktionsräume stehen dann komplett für den Projektbau zur Verfügung. Um die Logistik noch effizienter zu gestalten, wurde in Falkenberg zudem eine neue Brückenwaage installiert.
Bis zu 30 cm starke Deckenelementen können durch eine neue Hobel-Anlage mit Profilmaßbreiten bis 80 cm hergestellt werden.Stabile Produktion trotz Rohstoff-Verknappung. Das neue Haas-Nadelholz-Sägewerk in Chanovice/CZ ist für die Duo- und Balkenproduktion von Vorteil, muss derzeit aber mit wenig Holz auskommen. Trotzdem kann eine stabile Produktion von bis zu 7000 m² Dreischicht-Platten pro Tag erreicht werden. Einschicht-Platten finden einen guten Absatz - auch im Holzbau. Sowohl in Tschechien als auch in Ruhpolding/DE wird die Platten-Herstellung weiter gesteigert.
In zwei Monaten startet in Chanovice die Produktion von 40.000 t/J Pellets, wovon die Hälfte eingesackt werden soll. Zudem ist eine Brikettanlage für 20.000 t/J geplant. Beide Produkte sollen über den Fachhandel vertrieben werden.
Am Laubholz-Standort Durdevac/HR ist der Bau von 30 Trockenkammern abgeschlossen, zehn zusätzliche werden derzeit errichtet. Auch eine neue Produktionshalle ist im Bau. Die Herstellung von Einschichtplatten läuft stabil. Ab August startet man mit dreischichtigem Boden.
Auch die zweite Anlage zur Zweischichtboden-Produktion konnte zwischenzeitlich von den Maschinenlieferanten zur Zufriedenheit von Haas in Betrieb genommen werden. Zudem fertigt man in Kroatien Friesen für die Haas-Standorte Eggenfelden/DE und Massing/DE.
Laubholz-Platten und -Treppenstufen werden über den Holzhandel vertrieben. „Dieser gewinnt mehr und mehr an Bedeutung”, bestätigt Haas, „schon allein wegen der Bonität, des Vertriebs vor Ort und der Logistik”.
Haas bestätigte auf der Ausbaumesse, einen 45 ha-Baugrund unweit des Flughafens in Targu Mures/RU erworben zu haben. Die Baugenehmigung wurde bereits von den rumänischen Behörden erteilt. Den Standort bezeichnet Haas als weiteren Schritt in den osteuropäischen Markt, der mit der breiten Haas-Produktpalette beliefert werden soll.
Auch Hess-Wohnwerk, Kleinheubach/DE, nimmt an der Fußball WM teil: Der BSH-Hersteller liefert 860 BSH-Binder für VIP-Zelte, die vor den diversen Stadien zum Einsatz kommen.
Für diesen Auftrag kam erstmals das neue CNC gesteuertes 6-Achs-Bearbeitungszentrum von Maka, Nersingen/DE, zum Einsatz. Damit können nicht nur dreidimensionale BSH-Elemente sondern auch Säulen bis zu einer Länge von 40 m und einem Durchmesser von 1,2 m bearbeitet werden.
Laubholz-Platten und -Treppenstufen werden über den Holzhandel vertrieben. „Dieser gewinnt mehr und mehr an Bedeutung”, bestätigt Haas, „schon allein wegen der Bonität, des Vertriebs vor Ort und der Logistik”.
Haas bestätigte auf der Ausbaumesse, einen 45 ha-Baugrund unweit des Flughafens in Targu Mures/RU erworben zu haben. Die Baugenehmigung wurde bereits von den rumänischen Behörden erteilt. Den Standort bezeichnet Haas als weiteren Schritt in den osteuropäischen Markt, der mit der breiten Haas-Produktpalette beliefert werden soll.
Auch Hess-Wohnwerk, Kleinheubach/DE, nimmt an der Fußball WM teil: Der BSH-Hersteller liefert 860 BSH-Binder für VIP-Zelte, die vor den diversen Stadien zum Einsatz kommen.
Für diesen Auftrag kam erstmals das neue CNC gesteuertes 6-Achs-Bearbeitungszentrum von Maka, Nersingen/DE, zum Einsatz. Damit können nicht nur dreidimensionale BSH-Elemente sondern auch Säulen bis zu einer Länge von 40 m und einem Durchmesser von 1,2 m bearbeitet werden.
Hallenbauten. Ein Heimspiel hatte Holzleimbauer Stephan, Gaildorf/DE, in Nürnberg: Ab Juni wird vom Unternehmen die Messe-Halle 4A mit einer Dachkonstruktion von 8500 m² erstellt. Punkten können die Gaildorfer mit ihren FlexSystemen, die neben Schall- und Brandschutz auch Wärme- und Feuchteschutz bieten. Heuer hat Stephan den Auftrag für eine 30 m hohe Auftausalzhalle für die Südwest AG, Heilbronn/DE, erhalten. Die 48 mal 120 m große Halle ist als Dreigelenk-Rahmenkonstruktion mit 35 m langen Trägern und einer Dachneigung von 50° ausgeführt. Das mit einem Förderband im First ausgestattete Gebäude hat ein Fassungsvermögen von 80.000 t Salz.
Zudem konnten die Gaildorfer Ausschreibungen im öffentlichen Bereich wie Sporthallen und Schulen für sich entscheiden. Neben dem deutschen Markt ist Stephan auch in Frankreich, der Schweiz sowie Israel tätig.
Ein weiteres Standbein ist für das Unternehmen neben der Erzeugung von BSH, Duo- und Trio-Balken sowie der Elementfertigung ein Begutachtungs-Service. Dabei werden Hallen - unabhängig von wem sie gefertigt wurden - auf etwaige Mängel untersucht. „85% der von uns kontrollierten Hallen in Holzkonstruktion sind in gutem Zustand”, fasst Stephan-Prokurist DI (FH) Jörg Vahrenhorst seine Beobachtungen zusammen. Sollten dennoch Mängel auftreten, bieten die Gaildorfer die passende Sanierung an. So wurden aufgetretene Risse bei einer Mehrzweckhalle in Kürnach/DE mit Epoxidharz behoben.
Ein weiteres Angebot aus dem Hause Stephan ist das Formatieren, Lochen und Fräsen von Holzwerkstoff-Platten, das eine neue Anlage von Weinmann, St. Johann-Lonsingen/DE, ermöglicht. Mit dem CNC-Bearbeitungszentrum können Elemente mit Höhen bis 3,9 m und Längen bis 40 m bearbeitet werden. Zwischenzeitlich ist Stephan schon in der Lage, einen Drei-Schicht-Betrieb durchzuführen.
Zudem konnten die Gaildorfer Ausschreibungen im öffentlichen Bereich wie Sporthallen und Schulen für sich entscheiden. Neben dem deutschen Markt ist Stephan auch in Frankreich, der Schweiz sowie Israel tätig.
Ein weiteres Standbein ist für das Unternehmen neben der Erzeugung von BSH, Duo- und Trio-Balken sowie der Elementfertigung ein Begutachtungs-Service. Dabei werden Hallen - unabhängig von wem sie gefertigt wurden - auf etwaige Mängel untersucht. „85% der von uns kontrollierten Hallen in Holzkonstruktion sind in gutem Zustand”, fasst Stephan-Prokurist DI (FH) Jörg Vahrenhorst seine Beobachtungen zusammen. Sollten dennoch Mängel auftreten, bieten die Gaildorfer die passende Sanierung an. So wurden aufgetretene Risse bei einer Mehrzweckhalle in Kürnach/DE mit Epoxidharz behoben.
Ein weiteres Angebot aus dem Hause Stephan ist das Formatieren, Lochen und Fräsen von Holzwerkstoff-Platten, das eine neue Anlage von Weinmann, St. Johann-Lonsingen/DE, ermöglicht. Mit dem CNC-Bearbeitungszentrum können Elemente mit Höhen bis 3,9 m und Längen bis 40 m bearbeitet werden. Zwischenzeitlich ist Stephan schon in der Lage, einen Drei-Schicht-Betrieb durchzuführen.
Inbetriebnahme auf Hochtouren. Für die neue 85 auf 240 m große Produktionshalle von Schwörer-Haus, Hohenstein-Oberstetten/DE, steuerte Stephan Sonderbauteile mit einer Spannweite von 43 m bei. Der Unterzug misst 32 m freie Stützweite, der blockverleimte Querschnitt liegt bei 60 cm auf 3,3 m. Der Materialeinsatz von Stephan liegt bei 1600 m³ BSH. Schwörer-Haus fertigte die Dach- und Wandelemente selbst.
Die Inbetriebnahme der Anlagen zur KVH-, BSH- und Lamellenschichtholz-Produktion läuft derzeit auf Hochtouren. Die Produktion ist in mehrere Fertigungs-Abschnitte unterteilt: Gütesortierung, Keilzinkenanlagen und Pressen sowie die Kommissionierung und Verladung.
„Die Preiserhöhungen bei KVH wurden umgesetzt”, bestätigt Schwörer-Direktor Anton Bohner, „allerdings sind die Preise immer noch zu niedrig”. Der derzeitig hohe Rundholzpreis zwinge zu einer guten Auslastung bei den Weiterverarbeitern.Verteilen, nicht verkaufen. „In wenigen Wochen wird für den Endkunden nicht der Preis ausschlaggebend sein, sondern die Verfügbarkeit”, schlägt Claus Greber, Geschäftsführer PHB, Burgbernheim/DE, in die gleiche Kerbe. Es wird Tagespreise geben, die keine Möglichkeit für langfristige Verträge lassen. Für Ende des Jahres rechnet Greber bei BSH mit 20 bis 22 €/m³ mehr, auch 30 €/m³ mehr seien realistisch. Vereinzelte Lamellen-Lieferanten kündigten sogar an, die 200 €-Marke überschreiten zu wollen. Aber nicht nur beim Rohstoff sehen sich die Hersteller Preiserhöhungen gegenüber: Bei den Energiekosten mussten beispielsweise heuer mit einem Anziehen von über 20% umgegangen werden, auch der Leim wird genauso wie Versicherungen teurer.
Selbst der zur Verfügung stehende Frachtraum wird immer knapper. Zwischen Mai und Oktober rechnet Greber daher stellenweise mit einer Verdopplung der Frachtkosten.Preiserhöhung muss Kosten decken. Spätestens im Juli muss eine weitere, 10%ige Preiserhöhung durchgeführt werden, um diese zusätzlichen Kosten abzudecken. „Leimholz ist in den vergangenen zehn Jahren zu einem Massenprodukt geworden”, bedauert Greber, „es muss dem Kunden wieder etwas Wert sein”. Mit der Nachfrage zeigt sich Greber zufrieden - auch in Deutschland.
Mittlerweile bauen sich sogar Lieferzeiten auf. Der italienische Markt sei seit April etwas abgeflaut, wird aber wieder anlaufen, ebenso wie in der Schweiz. Eine vergleichbare Nachfrage sei allerdings in Spanien noch nicht auszumachen. Am PHB-Standort in Burgbernheim werden Optimierungen durchgeführt, in Redekin/DE ist zum Jahreswechsel eine Produktionssteigerung von bis zu 15.000 m³/J geplant.
Die Inbetriebnahme der Anlagen zur KVH-, BSH- und Lamellenschichtholz-Produktion läuft derzeit auf Hochtouren. Die Produktion ist in mehrere Fertigungs-Abschnitte unterteilt: Gütesortierung, Keilzinkenanlagen und Pressen sowie die Kommissionierung und Verladung.
„Die Preiserhöhungen bei KVH wurden umgesetzt”, bestätigt Schwörer-Direktor Anton Bohner, „allerdings sind die Preise immer noch zu niedrig”. Der derzeitig hohe Rundholzpreis zwinge zu einer guten Auslastung bei den Weiterverarbeitern.Verteilen, nicht verkaufen. „In wenigen Wochen wird für den Endkunden nicht der Preis ausschlaggebend sein, sondern die Verfügbarkeit”, schlägt Claus Greber, Geschäftsführer PHB, Burgbernheim/DE, in die gleiche Kerbe. Es wird Tagespreise geben, die keine Möglichkeit für langfristige Verträge lassen. Für Ende des Jahres rechnet Greber bei BSH mit 20 bis 22 €/m³ mehr, auch 30 €/m³ mehr seien realistisch. Vereinzelte Lamellen-Lieferanten kündigten sogar an, die 200 €-Marke überschreiten zu wollen. Aber nicht nur beim Rohstoff sehen sich die Hersteller Preiserhöhungen gegenüber: Bei den Energiekosten mussten beispielsweise heuer mit einem Anziehen von über 20% umgegangen werden, auch der Leim wird genauso wie Versicherungen teurer.
Selbst der zur Verfügung stehende Frachtraum wird immer knapper. Zwischen Mai und Oktober rechnet Greber daher stellenweise mit einer Verdopplung der Frachtkosten.Preiserhöhung muss Kosten decken. Spätestens im Juli muss eine weitere, 10%ige Preiserhöhung durchgeführt werden, um diese zusätzlichen Kosten abzudecken. „Leimholz ist in den vergangenen zehn Jahren zu einem Massenprodukt geworden”, bedauert Greber, „es muss dem Kunden wieder etwas Wert sein”. Mit der Nachfrage zeigt sich Greber zufrieden - auch in Deutschland.
Mittlerweile bauen sich sogar Lieferzeiten auf. Der italienische Markt sei seit April etwas abgeflaut, wird aber wieder anlaufen, ebenso wie in der Schweiz. Eine vergleichbare Nachfrage sei allerdings in Spanien noch nicht auszumachen. Am PHB-Standort in Burgbernheim werden Optimierungen durchgeführt, in Redekin/DE ist zum Jahreswechsel eine Produktionssteigerung von bis zu 15.000 m³/J geplant.