20.000 fm/J werden bei Hofer mit Gatter und Nachschnitt-Kreissäge bewältigt © DI (FH) Martina Nöstler
Das Sägewerk des Obmanns der Tiroler Holzindustrie hat sich auf den Einschnitt von Bauholz sowie Tannen-Gerüstbohlen, die nach S 10 sortiert werden, spezialisiert. Massenware wird so wenig wie möglich eingeschnitten. Der Export liegt bei 80% - zumeist nach Italien. Das Programm ist laut Hofer einfach zu bedienen und vielfältig einsetzbar. Die fixen und variablen Kosten werden im Holz-Profi hinterlegt, ebenso die Zopf-Durchmesser. Die benötigten Daten werden detailliert aus der Buchhaltung ermittelt. Dies bringe zwar einen gewissen Aufwand mit sich - „wird das gewissenhaft übertragen, kann eine wertoptimierte Vorkalkulation erstellt und Daten für die Nachkalkulation gesammelt werden.”
Komm.-Rat Michael Hofer (re.) mit Schwiegersohn Walter Embacher und Enkel Klaus © DI (FH) Martina Nöstler
Seit vier Jahren wird bei UPM-Kymmene in Steyrermühl mit einer Linck-Linie geschnitten © DI (FH) Martina Nöstler
Bei der Vorkalkulation wird der Verkaufspreis hauptsächlich bei neuen Kunden, Qualitäten oder Dimensionen berechnet und daraus ein Schnittbild erstellt. Als oberste Prämisse bei Steyrermühl steht die wertmäßige Einschnitt-Optimierung. Darin spiegelt sich auch die Ausbeute-Optimierung. „Es macht keinen Sinn, 2% mehr Volumen-Ausbeute zu erzielen, wenn unter’m Strich der Erlös nicht passt”, meint Verkaufsleiter DI (FH) Herbert Thaler. In dem Zuge wird auch die wertmäßig beste Seitenwaren-Kombination ermittelt.
Die Daten werden online an die Linck-Linie übergeben. Pro Einschnitt wird ein Schnittbild übergeben, bis die benötigte Hauptwaren-Menge produziert ist. Erst dann wird auf das nächste Schnittbild zugegriffen.
Was bleibt über? „Die Nachkalkulation ist bei uns aber der wichtigere Part”, ist der Verkaufsleiter überzeugt. Mit Holz-Profi kann UPM die wirtschaftlichen Größen wie Erlös oder Deckungsbeitrag errechnen. Mit der Software erhält man ebenso die tatsächlichen Kosten sowie einen Soll-/Ist-Vergleich.
„Mit diesem Wert kann im Anschluss wieder die Vorkalkulation optimiert werden”, beschreibt Thaler den Kreislauf.
Seitenwaren-Sortierung bei UPM mit Holz-Profi weiß man den Verkaufs-Erlös schon vor dem Einschnitt © DI (FH) Martina Nöstler
In dieser Datei kann beispielsweise ein Verkäufer auf einen Blick erkennen, bei welchem Kunden, Produkt oder Einschnitt-Variante ein Erlös erwirtschaftet wurde. „Damit kann der Verkauf optimal gestaltet werden”, erläutert Thaler. Außerdem lässt sich eine Störzeit-Statistik aufzeigen.
„Vor vier Jahren war Info-Data das erste Unternehmen, das eine Vor und Nachkalkulation in einer Software vereint haben”, heißt es aus Steyrermühl. Die Auswertung - die demnächst noch erweitert werde soll - ist später hinzugekommen. „Im Holz-Profi-Programm können die Daten beliebig gefiltert und sortiert werden, durch den Export in Excel wird nun auch eine grafische Darstellung möglich.”
Geschätzt werden neben den neuen Funktionen auch die vollständige Integration in Windowsund Officesysteme (Outlook-Synchronisation, E-Mail, Ausgabe in vielen Datenformaten und vieles mehr), heißt es bei Info-Data.
Hofer-Facts
Gegründet: 1880Geschäftsführer: Walter Embacher
Mitarbeiter: 9
Einschnitt: 20.000 fm/J
Holzarten: 60% Tanne, Rest Fichte, etwas Lärche
Produkte: Bauholz, Gerüstbohlen nach S 10 sortiert
Export: 80% (IT, DE)
UPM-Facts
Geschäftsführer: DI Josef KothbauerMitarbeiter: 80
Einschnitt: 600.000 fm/J
Produkte: Sortimente etwa für Platte, Hobelware, BSH, KVH
Export: 50% (vor allem IT, DE)
Info-Data-Facts
Gründung: 1991Geschäftsführer: Andreas Kaindl
Standort: Lichtenberg, Filialen in Finnentrop/DE und Friederikenthal/DE
Mitarbeiter: 11
Produkte: Software für Sägeindustrie, Holzhandel und Weiterverarbeitung, Beratung
Export: 65%