Unter dem Motto „Besessen” wurde alten und längst vergessenen Sitzmöbeln von Schülern der HTL-Ortweinschule in Graz neues und kreatives Leben eingehaucht. Die jungen Designer kombinierten sechs Sessel vom Dachboden mit Stilmitteln moderner Architektur. Das Projekt wurde von Adler Lacke aus Schwaz in Tirol initiiert und zeigte wie man mit neuen Farben Altes wieder „aufmöbeln” kann. Der kreative Nachwuchs orientierte sich dabei an berühmten Designern wie Philippe Starck, Coop Himmelb(l)au und Gerrit Rietveld. Am ersten Abend der BWS in Salzburg präsentierten die Schüler am Adler Messestand ihre Kreationen und die Idee dahinter.
Die Idee - das Konzept.Der Sessel von Anna Pape, gefertigt von Manuela Völkl und Thomas Andorfer, ist ungefähr 50 bis 60 Jahre alt, ein Thonet-Imitat aus gebogenem Buchenholz und verfügte über keine Sitzfläche mehr. Die Idee war es, den Stuhl mit einem modernen Teil zu ergänzen um einen Kontrast zwischen alt und neu entstehen zu lassen. so wurde ein Bein durch eines der berühmten Zitronenpresse von Philippe Starck ersetzt, wobei dieser Kontrast durch die Materialkombination und die Form entstand. Die Sitzfläche wurde mit Plexiglas neu gestaltet, so blieb die alte Konstruktion unter der Sitzfläche gut sichtbar. Der Stuhl besteht aus schwarz lackiertem Buchenholz, Aluminium für das ergänzte Bein und Plexiglas für die Sitzfläche.
Die Idee - das Konzept.Der Sessel von Anna Pape, gefertigt von Manuela Völkl und Thomas Andorfer, ist ungefähr 50 bis 60 Jahre alt, ein Thonet-Imitat aus gebogenem Buchenholz und verfügte über keine Sitzfläche mehr. Die Idee war es, den Stuhl mit einem modernen Teil zu ergänzen um einen Kontrast zwischen alt und neu entstehen zu lassen. so wurde ein Bein durch eines der berühmten Zitronenpresse von Philippe Starck ersetzt, wobei dieser Kontrast durch die Materialkombination und die Form entstand. Die Sitzfläche wurde mit Plexiglas neu gestaltet, so blieb die alte Konstruktion unter der Sitzfläche gut sichtbar. Der Stuhl besteht aus schwarz lackiertem Buchenholz, Aluminium für das ergänzte Bein und Plexiglas für die Sitzfläche.
Florian Kühberger wurde vom Designduo Coop Himmelb(l)au inspiriert. Ausgangsobjekt war ein etwa 30 Jahre alter Sessel, welcher bis auf ein paar fehlende Schrauben noch in gutem Zustand war. Er wurde aus Buchenholz gebaut und um eine bessere Sitzmöglichkeit zu gewährleisten, mit einem rot-lachsfarbigen Stoff überzogen. Der Grundgedanke für die Gestaltung des Sessels war, die Ideologie und das Entwurfsprinzip von Coop Himmelb(l)au zu vertreten. So kam Kühberger nach langen Überlegungen zu dem Entschluss, den Sessel schief zu stellen und schweben zu lassen - was durch ein schräges Glaspodest ermöglicht wurde. Als Farbe für des Gestell wählte der Jungdesigner natürlich himmelblau und für die Polsterung graues Leder. Ines Fritz musste bei ihrem Stuhl auf die stark beschädigten Beine Rücksicht nehmen. Das Haus als Ganzes diente hierbei als Grundidee und ersetzte die Füße des 25 Jahre alten, weiß lackierten Sitzmöbels. Hierdurch erreichte man eine zusätzliche Abstell- und Verstaufunktion. Inspiriert wurde Fritz durch den amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright und dessen spätes Werk „Falling Waters”, bei dem Betonklötze in ihren verschiedenen Dimensionen dominierten. Als Fertigungsmaterial dienten den Möbelbauern Stefan Pötz und Christian Lorenzi grau und blau lackierte MDF-Platten. Den Ausgangspunkt von Mario Gamser bildete ein Jugendstilsessel mit abstrakter Ornamentik. Das stark nachgedunkelte Buchenholz ließ ihn elegant und klassisch erscheinen - beste Voraussetzung, um einen Kontrast zwischen traditioneller und moderner Möbelbauweise zu schaffen. Mit einer Hommage an den bunten und ironischen Designstil von Ettore Sottsass entschied sich Gamser ein fehlendes Bein und Sprossen durch Elemente aus Objekten des Designers wieder herzustellen. Gefertigt wurde der Stuhl von Friedrich Schöndorfer und Georg Lehner.
Ein Holzsessel aus Esche, schwarz gebeizt und einer Ledersitzfläche mit Federkern war Grundlage für das Ausstellungsstück von Martin Feldbaumer - der sich Gerrit Rietveld als Inspiration wählte. Ziel war es, bei dem gut erhaltenen Stuhl möglichst wenig bis gar nichts zu entfernen, sondern Rietveld in Form des „Red Blue Chair” durch beigefügte Teile zu charakterisieren. Markus Schwarzkogler und Martin Weiß übernahmen hier die Herstellung. „Sessel für Josef Hoffmann” nannte Nadine Weingand ihr Designstück. Ein etwa 50 Jahre alter Stuhl im Thonet-Stil aus abgenutztem, weiß lackierten Buchenholz bildete die Vorraussetzung für einen interessanten Kontrast zwischen dem Charakter des Alten und dem des Neuen. Gestalterisches Merkmal der „Hoffmann’schen Designkunst” ist das Quadrat, diesen Aspekt hat die junge Designerin ebenfalls aufgegriffen und den Stuhl ganz einfach in einen Würfel gestellt, welcher auch die Sitzfläche bildet. Um den Übergang von alt zu neu, fließender wirken zu lassen, werden am hinteren Teil der Deckplatte zwei Rechtecke entnommen, wodurch man erkennt, wie der Sessel aus dem Würfel tritt. Als Baumaterial dienten schwarz lackierte Spanplatten. Als Anerkennung für ihre außergewöhnlichen Ausstellungsstücke überreichte Claudia M. Berghofer, Adler-Unternehmenskommunikation, den jungen Designern 1000 € „Motivationskohle” für die Klassenkasse.
Neue Entwicklungen.Neben der Projektvorstellung präsentierte Adler auf der BWS die neuesten Entwicklungen aus den Forschungslabors. Verbessert wurde der bewährte Wasserlack für das Tischlergewerbe - Aquarapid CFB. Zu den Vorteilen dieses Lackes zählen seine Topfzeit von drei Tagen und eine Anfeuerung wie bei lösemittelhältigen Lacksystemen. In Kombination mit Aqua Fluid kann die Porenzeichnung bei bestimmten Hölzern hervorgehoben werden. Für eine „unlackierte” Optik sorgt Aquafeel CFB. Bestmöglichen Schutz gewährleistet Aquatop CFB - laut Hersteller können selbst chemische Einwirkungen diesem Lack nichts anhaben. Für eine blanke und resistente Oberfläche braucht er aber Aqua-Isofüller. Dieser ist härter als herkömmliche Wasserlackfüller, lässt sich direkt auf MDF-Platten einsetzen und verfügt über eine gute Schleifbarkeit.Adler plant in diesem Jahr 8% des Jahresumsatzes, entspricht 4,9 Mio. €, in Forschung, den Ausbau internationaler Märkte sowie technische Entwicklungen zu investieren.