Sechs Fragen an Christoph Kulterer

Ein Artikel von DI Gerd Ebner | 07.04.2009 - 17:10
Timber-Online.Net: Wann gibt es vermutlich eine endgültige Entscheidung über eine allfällige Übernahme der Holzindustrie Leitinger?
Kulterer: Eine endgültige Entscheidung kann erst nach Abschluss des Ausgleichverfahrens getroffen werden.

Timber-Online.Net: Was bedeutet, dass „Hasslacher einen maßgeblichen Beitrag zur Fortführung des Ausgleichs” übernommen hat? Haftet man für einen Großteil der Schulden? Kulterer: Hasslacher bringt sich organisatorisch in den Fortführungsbetrieb ein und garantiert die notwendigen Betriebsmittel.

Timber-Online.Net: Wäre man mit einer allfälligen Übernahme (Hälfte-)Eigentümer der Pelletsproduktionen?
Kulterer: Die Pelletsproduktion ist ein wichtiges Kerngeschäft von Leitinger und wird jedenfalls weitergeführt.

Timber-Online.Net: Würde man auf das Sägewerk in Preding verzichten und dort nur weiterverarbeiten?
Kulterer: Grundsätzlich wollen wir die Wertschöpfungskette am Standort aufrechterhalten, aber kapazitätsmäßig der aktuellen Wirtschaftsanlage anpassen. 

Timber-Online.Net: Wie ist es möglich, in einer schwierigen Zeit so expansiv zu agieren (Ausbauten Sachsenburg, Kogler, Leitinger)? Hasslacher Norica Timber ist die am schnellsten wachsende Holzindustrie Mitteleuropas.
Kulterer: Der derzeitige Strukturwandlungsprozess in der Säge- und Holzindustrie erfordert, dass man sich aktiv einbringt. Von alleine werden die Probleme in unserer Branche nicht verschwinden.

Timber-Online.Net: Wie würde man es managementmäßig schaffen, die Kärntner, steirischen und russischen Standorte zu steuern?
Kulterer: Wir haben ausgezeichnete und gut motivierte Mitarbeiter in allen Bereichen. Organisatorisch haben wir uns bereits in den vergangenen Jahren breit aufgestellt, um für Wachstum gerüstet zu sein.