Bereits 2001 mahnte Sandbichler, dass die Branche zu stark auf Kapazitätserweiterungen statt auf Innovation und Qualität setzte. Dies führte dazu, dass Forstbetriebe, insbesondere nach Kalamitäten, durch Dumpingpreise unter Druck gesetzt wurden. Sandbichler drückte seine Überzeugung mit den Worten aus: „Der Wald wächst in 100 Jahren und nicht nach Belieben der Industrie.“ Ende der 1960er-Jahre leitete er den Rundholzeinkauf für den Neubau des modernen Sägewerks in Kundl. Nach der Auflösung der Familiengesellschaft 1972 gründete er sein eigenes Holzhandelsunternehmen.
Das Sägewerk in Kundl wurde 1980 von Pfeifer Holz in Imst übernommen. Sandbichler übernahm daraufhin den Rundholzeinkauf für Pfeifer und später auch für andere große Sägewerke in Österreich. Diese Phase seiner Karriere endete 2002, als sich die Wege der Tiroler Unternehmen trennten. Im Alter von 67 Jahren zog sich Sandbichler aus dem aktiven Holzhandel zurück, sein Münchener Büro, die Sabi-Holz, stellte er später ruhend.
Sandbichlers Lebensmotto: „Man muss in diesem Geschäft mit Fürsten genauso gut zu reden verstehen wie mit Holzknechten“, bleibt für viele in der Branche ein Maßstab für ein erfolgreiches und erfülltes Berufsleben.
Sein Sohn Markus führt heute von Szombathely in Ungarn aus die Holzagentur Sandbichler und die SA Holz Import Export. Damit bleibt das Vermächtnis seines Vaters lebendig und relevant für die moderne Holzbranche.