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Vollautomatisches Besäumen mit Spaner und Kreissäge (auch mit Mittelschnitt), integriert in eine Mebor VTZ 1400 Plus-Vertikal-Blockbandsägeeinheit, umgesetzt als „Ein-Mann“-Anlage © Mebor

Mebor

Für alle Anwendungen die passende Maschine

Ein Artikel von Martina Nöstler (für holzkurier.com bearbeitet) | 23.10.2024 - 17:45

„Mebor ist einer der größten europäischen Hersteller von Sägewerksmaschinen und führend in der horizontalen Bandsägetechnologie. Bisher wurden Maschinen in mehr als 70 Länder geliefert“, erklärt Peter Maurer, zuständig für den Mebor-Vertrieb in Österreich. Mebor produziert Maschinen für sämtliche Sägewerksgrößen – von der kleinen Bandsäge bis hin zu kompletten Sägelinien mit Einschnittkapazitäten bis zu 150.000 fm/J. Dabei investiert Mebor laufend in Forschung und Entwicklung sowie in die Erhöhung der Produktionskapazität. Die Vielblattsägen und Besäumer von Mebor sind präzise gefertigt und haben etwa CNC-gefrästen Rahmen. Die robuste Bauweise sorgt für vibrationsfreies und präzises Schneiden. Wie bei allen Maschinen verwendet Mebor ausschließlich hochwertige Komponenten, die eine langfristige Zuverlässigkeit gewährleisten.

Kombinierte Besäum- und Vielblattnachschnittsäge

VR-Besäumer von Mebor sind einwellig ausgeführt. Sie zeichnen sich durch ihre starke und robuste Konstruktion aus, welche Zuverlässigkeit, hohe Leistung und niedrige Wartungskosten bietet. VR-Kombibesäumer gibt es in drei verschiedenen Größen mit Durchlassbreiten von 800 bis 1300 mm und einer maximalen Schnitthöhe von 100 bis 165 mm.

Als jüngste Innovation führt Maurer eine neu entwickelte und überarbeitete Kombination aus Besäum- und Vielblattsäge an: den VR900. Seine Besonderheit ist das Hauptantriebssystem mit einem speziell konzipierten Getriebe, das eine deutlich höhere Energie- und Leistungseffizienz gewährleistet und zudem Wartungskosten spart.

Der Sägeblattwechsel ist jetzt dank eines überarbeiteten Türdesigns schneller und einfacher durchführbar. Die optionalen Einzugswalzen sind in dieser Version in den Maschinenrahmen integriert. „Dies ermöglicht das mühelose Zuführen der Bretter und verbessert die Präzision des Sägens“, informiert Maurer.

Die Maschine ist sowohl für das Besäumen als auch zum Nachschneiden einsetzbar und jetzt mit bis zu vier beweglichen Sägeköpfen erhältlich. Zu den Verbesserungen gehören zudem ein neues System zur Positionierung von Lasern, ein leichterer Zugang für die Wartung oder eine schnellere Positionierung der Oberdruckrollen. „Alles in allem sorgt der VR900 für eine höhere Arbeitsgeschwindigkeit, mehr Flexibilität und deutlich niedrigere Betriebskosten“, verdeutlicht Maurer.

Für hohe Stückzahlen

Die Hochgeschwindigkeitsbesäumer der Typen VRA und FRC optimieren den Einschnitt mit 3D-Scannern und arbeiten automatisch. Die Anlagen sind für das Besäumen von bis zu 20 oder 40 Brettern pro Minute ausgelegt, basierend auf einer schnellen Zentrierzuführung. Daher eignen sich diese Maschinen für Sägelinien mit hoher Produktionskapazität. Es sind verschiedene Ausführungen mit zwei bis vier Schnitten pro Brett erhältlich. In der FRC-Ausführung umfasst die Maschine zwei Spanerköpfe und zwei Kreissägen.

Ein- oder doppelwellige Ausführung

Die VC-Vielblattsägen von Mebor sind dafür bekannt, dass sie stark, präzise und zuverlässig sind. Sie sind in zwei Varianten mit Durchlässen von 750 oder 950 mm und einer maximalen Schnitthöhe von 160 bis 350 mm erhältlich. Doppelwellenausführungen sind in Versionen mit unterschiedlichen Sägeblattdurchmessern erhältlich, um die Schnittfuge zu optimieren und die Ausbeute zu verbessern. Der VC sei laut Mebor ein wahres Arbeitstier für die Produktion großer Dimensionen.

Flexibel, automatisch, schnell

Alle oben genannten Maschinen (VR-Kombibesäumanlagen, VC-Mehrblattsägen und FRC-/FRA-Besäummaschinen) lassen sich mit der automatischen Zuführung des Typs APVS inklusive eines Scanners kombinieren. Das 3D-Scannen ermöglicht den automatischen Betrieb ohne Anwesenheit des Bedieners. Die Bretter oder Model werden mittels 3D-Technologie im Querdurchlauf gescannt. Die leistungsstarke Optimierungssoftware von Mebor wählt die optimalen Größen für den Zuschnitt, basierend auf Stärke, Breite, Form der Bretter und Priorität der jeweiligen Dimensionen. „Dies führt zu besten Ausbeuteergebnissen und erhöht somit die Rentabilität des Sägewerks maßgeblich“, weiß Maurer.

Das Holz wird automatisch auf dem Kettenbetteinzug positioniert und auf ausgewählte Größen geschnitten, während Spreißel automatisch getrennt werden. Mebor-Besäum- und -Vielblattsägen lassen sich auch mit Spanerköpfen und automatischen Spreißelabscheidern kombinieren.

Für das qualitätsorientierte Sägen steht ein Lasersystem (Ausrichtstation) zur Verfügung, mit dem der Bediener den vorgewählten Einschnitt beurteilen und gegebenenfalls manuell mittels schneller Joystick-Operation ändern kann.

Kombinierte Besäum- und Nachschnittanlage

Eine weitere neue Einschnittmaschine befindet sich derzeit in der Entwicklung. Diese wird Mebor im nächsten Jahr vorstellen. Das Design beruht auf Teleskopköpfen mit vier bis sechs beweglichen Köpfen.